Behindertengerechtes Badezimmer

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Mittlerweile hat sich auch die Sanitärindustrie zudem darauf eingestellt, dass Senioren nicht nur möglichst lange in der eigenen Wohnung selbständig leben wollen, sondern dass dabei auch der Wellnessgedanke nicht zu kurz kommen soll. Das perfekte barrierefreie Bad ist praktisch und schön zugleich.

Falls normgerechtes barrierefreies Bauen nicht notwendig oder nicht möglich ist, weil das Badezimmer beispielsweise zu wenig Platz bietet, kommen die Krankenkasse, die Pflegekasse, Stiftungen und der Sozialhilfeträger als Förderer in Betracht.

Wer von Grundsicherung oder Arbeitslosengeld II leben muss kann über die jeweilige zuständige Behörde, also das Amt für Grundsicherung oder das Jobcenter bzw. die Optionskommune einen Antrag auf einen behindertengerechten Umbau des Badezimmers stellen. Auch schriftliche Kostenvoranschläge sind notwendig. Allerdings sind die anderen hier genannten Förderungen vorrangig (bis auf die Stiftungen). Zuvor muss in der Regel nachgewiesen werden, dass keine andere barrierefreie Wohnung zur Verfügung steht. Ein Mitarbeiter des örtlichen Gesundheitsamtes muss den Bedarf für den Umbau bestätigen. Der Sozialhilfeträger übernimmt nur die Kosten für die notwendigen Umbauten. Alle anderen Förderungen müssen mit ausgeschöpft werden.

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Was noch über die wohnumfeldverbssernden Maßnahmen bezuschusst wird habe ich auf der Seite pflegegeld-info.de beschrieben.

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Jede Behinderung ist anders und individuell. Es braucht daher individuelle Badeinrichtungen. Was wir Ihnen daher hier erzählen, können nur Empfehlungen sein. Letztlich wissen Sie am besten, was Sie oder Ihre Angehörigen benötigen.

2) Gutschein gilt nur für die Erst-Anmeldung zum Newsletter und kann nur einmalig bei einer Bestellung im Reuter Onlineshop eingelöst werden; nicht bei einem Barkauf in der Badboutique. Der Mindestwarenwert beträgt 100 EUR. Keine Barauszahlung möglich. Nicht mit anderen Aktionen und Gutscheinen kombinierbar.3) TOP!Hersteller: Dieser Hersteller arbeitet besonders kunden- und serviceorientiert. Deshalb können Reuter Kunden bei Produkten dieses Herstellers generell besonders zuverlässige Informationen über das Produkt und dessen Lieferzeit sowie im Falle einer Reklamation eine schnelle und unkomplizierte Abwicklung erwarten.

In einem barrierefreien Badezimmer sollten keine Zweigriffarmaturen zum Einsatz kommen, Einhebelmischer sind die bessere Alternative. Hier wird nur eine Hand benötigt, um die Armatur zu bedienen.

Die Sanitärgegenstände für das behindertengerechten Bad haben wir nun ausführlich vorgestellt. Es gibt aber noch ein paar Dinge, die Sie nicht vernachlässigen sollten. Dazu gehören die Türen, der passende Boden, die Heizung und die Beleuchtung. Wir haben kurz für Sie zusammengefasst, was dabei wichtig ist.

Diese Programme beinhalten Zuschüsse bis 10000 € (Bayern) bzw. 22000 € (Brandenburg), 5000 € (Hessen). In Hamburg wird ein barrierereduziertes Bad mit bis zu 3060 € gefördert. Mecklenburg-Vorpommern fördert den Badumbau mit bis zu 30% der Kosten.  In diesen Beiträgen werden die Zuschussmöglichkeiten der vier Bundesländer näher beschrieben:

Bereits für fitte Menschen ist ein rutschiger Boden im Bad eine Herausforderung. Bei alten oder gebrechlichen Personen ist es noch wesentlich schlimmer. Nicht umsonst zählen Stürze auf feuchten Bodenfliesen zu den häufigsten Unfallursachen. Einen rutschfesten Bodenbelag sollten Sie daher unbedingt verlegen (lassen). Bei Fliesen ist eine Rauigkeit r10 die untere Grenze, in der Dusche sollten Sie eher Fliesen aus der Rutschfestigkeitsklasse r11 verwenden. Hier sind zudem kleinformatige Mosaikfliesen wegen des hohen Fugenanteils im Vorteil gegenüber großen Formaten.

Wer eines der KfW-Programme oder einen Zuschuss aus einem Wohnbauförderprogramm (z.B. Bayern, Brandenburg, Hessen) in Anspruch nimmt muß beim Umbau des Badezimmers nach den Normen für barrierefreies Bauen planen.

Eine Tür zum barrierefreien Bad muss eine lichte Breite von mindestens 80 Zentimetern besitzen, für Rollstuhlbenutzer sogar 90 Zentimeter. Wichtig ist zudem genügend Bewegungsfläche auf beiden Seite der Tür, damit der Rollstuhl drehen und wenden kann. Türen von Sanitärräumen sollten auf jeden Fall nach außen aufgehen, damit diese im Falle eines Sturzes nicht blockiert werden. Außerdem sollten sich Türen im behindertengerechten Bad im Notfall von außen entriegeln lassen. Ist wenig Platz vor dem Bad vorhanden, sind Schiebetüren eine gute Lösung, da sie keinen Schwenkbereich benötigen. 

In der behindertengerechten Dusche sollten Griffe in senkrechter und waagerechter Position vorhanden sein. Waagerechte Haltegriff sollten in einer Höhe von etwa 85 cm montiert werden.

Oft werden die Kosten für solche Hilfsmittel im Badezimmer aus Unwissenheit selbst getragen. Wie immer gilt, dass zunächst immer erst die Verordnung ausgestellt werden muss, dann das Hilfsmittel von der Krankenkasse bewilligt werden soll und erst dann beschafft werden darf.

Genau wie die Sozialhilfeträger ist auch die Eingliederungshilfe nachrangig. Vorrangig müssen die anderen möglichen Hilfen in Anspruch genommen werden. Ab 2018 kann die Eingliederungshilfe unter dem Begriff “Leistungen für Wohnraum” Umbauten im Badezimmer übernehmen. Wie bei der Sozialhilfe betrifft das nur die aus gesundheitlichen Gründen absolut notwendigen Umbauten.

Auch vereinzelte Kommunen haben eigene Förderprogramme aufgelegt.

Auf jeden Fall sind die Armaturen so zu montieren, dass sie auch ohne größere Verrenkungen vom Rollstuhl aus bedient werden können. Eventuell müssen Sicherheitsarmaturen mit einem extralangen Bedienhebel verwendet werden. Diese besitzen häufig auch einen Verbrühungsschutz. Das gibt zusätzliche Sicherheit.

Problemlos ohne normgerechtes Bauen erhältlich ist die über eine Hilfsmittelverordnung von der Krankenkasse finanzierte Toilettensitzerhöhung, Stützklappgriffe, ein mobiler Duschhocker, eine Decken-Bodenstange oder ein Badewannenlift. Die ärztliche Verordnung vom Haus- oder Facharzt muss die genaue Bezeichnung des Hilfsmittels enthalten. Welche Griffe verordnungsfähig sind und eine Hilfsmittelnummer haben findet ihr in diesem Beitrag zum Thema Stützklappgriffe. Die Verordnung wird dann im Sanitätshaus abgegeben, welche diese bei der Krankenkasse einreicht. Nach der Genehmigung durch die Krankenkasse können die Hilfsmittel bestellt werden.

Bei einem rollstuhlgerechten Badezimmer sieht es anders aus, da kommt es auf jeden Zentimeter an. Da braucht es genügend Bewegungsfläche, damit der Rollstuhlfahrer problemlos rangieren kann. Außerdem braucht es einen unterfahrbaren Waschtisch und die Duschfläche muss besonders groß sein.

Sie wollen ein barrierefreies Bad einrichten? Kein Problem – wir helfen Ihnen dabei. Doch was schwebt Ihnen genau vor?

1. Die wichtigsten Maße im barrierefreien Bad nach DIN 18040-2 Bewegungsfläche vor WC, Waschbecken oder Badewanne: 120 x 120 cmErhöhte Bewegungsfläche für Rollstuhlfahrer: 150 x 150 cmFläche der bodengleichen Dusche: 120 x 120 cmErhöhte Duschfläche für Rollstuhlfahrer: 150 x 150 cmHöhe unterfahrbarer Waschtisch: 80 cmMontagehöhe Toilette: 46 bis 48 cmDer Spiegel über dem Waschtisch sollte mindestens 100 cm hoch sein

Eine Internetseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales bietet eine Übersicht über die Förderprogramme der einzelnen Länder.

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Hinweis: Ein altersgerechtes Badezimmer braucht nicht zwangsläufig mit dem Rollstuhl oder Rollator befahrbar sein, auch Haltegriffe benötigt es nicht unbedingt. Zu diesem Ergebnis kommen diverse Gerichtsurteile. Die Richter argumentieren damit, dass nicht jeder alte Mensch automatisch behindert sei. Sie müssen daher genau aufpassen, was Sie mit Ihrem Handwerker vereinbaren. Er kann durchaus eine andere Vorstellung von altersgerecht als Sie haben.

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Spiegel über dem Waschtisch sollten mindestens einen Meter hoch sein und direkt an das Waschbecken anschließen. Praktisch sind kippbare Spiegel, dann kann jeder Benutzer ihn sich so drehen, dass er etwas sieht.

Auf jeden Fall braucht eine behindertengerechte Toilette Haltegriffe. Laut DIN 18040-2 soll die Oberkante der Stützgriffe 28 Zentimeter über dem WC-Sitz liegen. Außerdem sollen sie 15 cm über die WC-Vorderkante herausragen.

Sollte es hingegen Problem geben bei der Einstellung der richtigen Wassertemperatur, dann empfiehlt sich die Verwendung von Thermostatarmaturen. Auch berührungslose Armaturen eignen sich gut in einem behindertengerechten Bad.

Damit die Dusche behindertengerecht wird braucht sie Wandstützgriffe und einen Sitz. Das kann ein Klappsitz sein, der an die Wand geschraubt wird oder ein Duschstuhl mit Rückenlehne und Armstützen. Solch ein Duschstuhl kann auch an anderer Stelle im Bad verwendet werden. Duschhandläufe eignen sich ebenfalls bestens für die barrierefreie Dusche. Sie sind Duschstange und Haltegriff in einem.

Unterfahrbar bedeutet, dass ein Rollstuhlfahrer nicht mit seinen Knien am Waschtisch anstößt, wenn er mit seinem Rolli an den Wasserhahn fährt. Die DIN sagt dazu, dass Waschtische mindestens 80 cm hoch hängen müssen.

Die Tiefe der Toilette sollte etwa 70 Zentimeter betragen (von der Wand bis zur Vorderkante des WCs), damit der Rollstuhlfahrer bequem auf das Klo wechseln kann. Beide Sitze liegen dann auf einer Höhe.

Die Pflegekasse bzw. die Pflegeversicherung bezuschusst im Rahmen der wohnumfeldverbessernden Maßnahmen einzelne Elemente beim Badumbau wie z.B. eine ebenerdige behindertengerechte Dusche, fest installierte Haltegriffe in Bad und Dusche, Standstützgriffe oder den Einbau einer höheren Toilette mit einem Zuschuss bis zu 4000 €. Voraussetzung dafür ist die Feststellung eines Pflegegrades. Der Badumbau muß außerdem notwendig sein, um die Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen deutlich zu verbessern oder die Pflege zu erleichtern. Es wird ein Kostenvoranschlag für die geplante Maßnahme zusammen mit dem Antrag bei der Pflegekasse eingereicht. In der Regel muss z.B. die Sozialstation die Umbaumaßnahme  schriftlich befürworten. Dazu bestätigt sie die Notwendigkeit der Maßnahme auf der Notwendigkeitsbescheinigung, einem Vordruck der Pflegekasse. Normalerweise reagieren die Pflegekassen bei den Bewilligungen schnell und unkompliziert mit einer Zusage, wenn durch den Badumbau Pflege oder Selbstständigkeit ermöglicht werden. Bei Pflegegrad 1 ist das jedoch nicht immer der Fall.

Von Schneider gibt es zudem Spiegelschränke speziell für den Pflege- oder Klinikbereich. Die Spiegelschränke der Serie “Careline” sind teilweise auch mit Kippspiegel ausgestattet. Und auch sonst ist jeder Spiegelschrank auf die Bedürfnisse von Menschen mit Handicap ausgerichtet.

Auf ein entspannendes Wannenbad braucht im behindertengerechten Bad nicht verzichtet werden. Das funktioniert zum Beispiel mit einem Wannenlift. Wer sich noch selbstständig fortbewegen kann, für den ist eine Badewanne mit Tür eine echte Alternative. Sie besitzt einen nahezu ebenerdigen Zugang zur Wanne. Ein anstrengendes Klettern über den Wannenrand entfällt dabei.

Von der KfW-Bank bekommen Sie zinsgünstig Kredite für den Umbau zum barrierefreien Bad, allerdings muss zwingend die DIN 18040-2 eingehalten werden. Wer erst umbaut und dann einen Antrag stellt, bekommt ebenfalls kein Geld mehr. Es ist wichtig, hier die richtige Reihenfolge einzuhalten.

1.2 Pflegekasse, Pflegeversicherung – wohnumfeldverbessernde Maßnahmen bis 4000 €

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Bei uns im Shop finden Sie zahlreiche Badserien, die auf die gehobenen Ansprüche an ein barrierefreies Bad zugeschnitten sind. Wir haben für Sie die Designserien einmal zusammengestellt.

Häufig ist in den Griffen ist zudem ein Schalter für die Spülung verborgen – denn die Nutzer barrierefreier Bäder sollten die Spülung mit der Hand erreichen können. Taster können aber auch in einer Entfernung bis 10 Meter angebracht werden, so dass andere Personen die Spülung auslösen können.

Ein barrierefreies Badezimmer kostet um einiges mehr als ein herkömmliches Bad. Doch zum Glück beteiligen sich Krankenkasse, Pflegekasse oder die Bundesländer an den Kosten.

Die KfW bietet seit Ende 2014 zwei Programme für altersgerechtes Umbauen an. Man kann sich für einen Kredit (Programm 159) oder den Investitionszuschuss (Programm 455) in Höhe von bis zu 12,5 % der verbliebenen Kosten entscheiden.

Zuschüsse für das behindertengerechte Bad (Umbau, Sanierung) sind an verschiedene Bedingungen geknüpft. Bei der Planung eines behindertengerechten Badumbaus sollte geklärt werden ob das Badezimmer komplett rollstuhlgerecht umgebaut werden soll oder ob nur einzelne Elemente wie z.B. die Dusche behindertengerecht werden müssen. Einige Zuschüsse sind zwingend an die Einhaltung der DIN-Normen für das barrierefreie Bauen gebunden, andere dagegen nicht. Daher ist dieser Beitrag dementsprechend aufgebaut.

Ähnliche Beiträge: Beitrags-Navigation ← Behindertengerechtes Bauen – acht Zuschüsse und Förderungen Bundesteilhabegesetz 2018: Leistungen zur Mobilität →

Bislang haben wir Ihnen eher allgemein verraten, auf was es im barrierefreien Bad ankommt. Jetzt gehen wir ins Detail. Wir stellen Ihnen nun die verschiedenen Produkte vor, die Sie für ein behinderten- oder altersgerechtes Badezimmer benötigen. Außerdem erfahren Sie ausführlich, auf was es bei der Montage ankommt.

Insbesondere in kleineren Bädern kommt es darauf an, dass der Heizkörper so montiert wird, dass Rollstuhlfahrer nicht mit den Fußstützen daran hängen bleiben. Die Heizung muss dazu höher gesetzt werden – mindestens 30 bis 40 Zentimeter über dem Fußboden. Das Thermostat sollte in einer Höhe von 85 bis 105 Zentimeter angebracht sein, damit es vom Rollstuhl aus bequem bedient werden kann. In punkto Sicherheit sind Heizkörper mit glatten Vorderseiten und abgerundeten Kanten vorzuziehen. Noch besser sind Fußbodenheizungen. Sie trocknen zudem den Fußboden schneller und es werden meist keine Badvorleger benötigt – eine Stolperfalle weniger.

Badezimmermöbel für Rollstuhlfahrer sollten so angebracht werden, dass sie im Sitzen gut erreichbar sind. Teilen sich behinderte und nichtbehinderte Personen ein Badezimmer, lässt sich bei einem Hochschrank zum Beispiel festlegen, dass einer die oberen und der andere die unteren Regale bekommt. Ansonsten sind niedrige Regale und Schränke notwendig. Klar ist, dass vor den Badmöbeln genügend Rangiermöglichkeiten notwendig sind, damit der Rollifahrer problemlos an den Schrank kommt.

Für die Förderung durch Bundesländer, Kommunen und die KfW-Bank muss das Badezimmer nach den DIN-Normen für barrierefreies Bauen geplant werden. Eine Übersicht über einige wichtige Normen bieten wir hier.

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Diese Förderungen gibt es auch ohne Einhaltung der DIN-Normen

Barrierefreies Bad Teil 2: einige Maße für normgerechtes Bauen im Überblick

Pflegekasse, Pflegeversicherung (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen bis 4000 €) Krankenkasse (einzelne Elemente und Hilfsmittel im Bad) Stiftungen Sozialhilfeträger bei Grundsicherung oder Arbeitslosengeld II Eingliederungshilfe: Leistungen für Wohnraum kfw-Programme 159 und 455 Wohnbauförderprogramme (bis 10000 € in Bayern, bis 22000 € in Brandenburg, bis 5000 € in Hessen, bis 25000 € in Hamburg, bis 3060 € für’s Bad in Hamburg, bis 30% in Mecklenburg-Vorpommern) Kommunale Förderprogramme (Dresden/Mannheim)

Das KfW-Programm 159 wird bei der Hausbank beantragt, das Programm 455 direkt bei der KfW-Bank. Nähere Informationen zum Kredit hier bei der KfW: Programm 159 Altersgerecht Umbauen

Es gibt wohl keinen Ort in der Wohnung, an dem Privatsphäre mehr erwünscht ist als das Badezimmer. Insbesondere ältere Menschen wollen im Bad nicht auf fremde Hilfe angewiesen sein. Durch entsprechende Umbaumaßnahmen lässt sich das heutzutage auch im häuslichen Umfeld problemlos realisieren.

Haltegriffe sollten bei einer senioren- oder behindertengerechten Badewanne auf keinen Fall fehlen. Ein Griff ist jedoch für alle Altersklassen empfehlenswert, denn ausrutschen kann man in der Wanne in jedem Alter.

Beachten Sie: Die hier veröffentlichten Maße sind nur Richtwerte und für ein privates Badezimmer nicht verpflichtend. Es ist sogar ratsam, das eigene Bad individuell nach seinen eigenen Bedürfnissen einzurichten.

Den Gang auf das WC möchte ein Rollstuhlfahrer oder Gehbehinderter möglichst alleine antreten. Hier ist es zunächst wichtig, dass er selbständig vom Rollstuhl auf den WC-Sitz wechseln kann. Dafür braucht das barrierefreie WC die richtige Höhe, die in der DIN mit 46-48 Zentimeter angegeben wird.

Dieser Beitrag enthält einige Informationen über normgerechtes barrierefreies Bauen:

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Die Stadt Dresden fördert den behindertengerechten Wohnungsumbau mit bis 75% der Kosten und maximal 3835 € für Menschen ab 60 Jahre oder mit Schwerbehindertenausweis. Die Stadt informiert hier über ihre Wohnungsbauförderung.

Es kann sich durchaus lohnen, sich über die Landesförderprogramme der einzelnen Bundesländer zu informieren. Was gefördert wird, unterscheidet sich je nach Bundesland und Fördermaßnahme. Mehr erfahren Sie beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Wenn Sie ein zum Beispiel fünf Quadratmeter großes Bad barrierefrei einrichten möchten, müssen Sie daher Kompromisse eingehen. Mit einem wendigen, schmalen Rollstuhl lassen sich auch auf kleinerem Raum eingeschränkt nutzbare Badezimmer planen:

Wohnen mehrere pflegebedürftige Menschen in einer Wohnung, kann der Zuschuss auch höher ausfallen.

Dann kann die ebenerdige Dusche zum Beispiel auf 1,20 x 1,20 m verkleinert werden oder die Tür von 90 auf 80 cm lichte Breite. Und wenn die Freifläche vor WC oder Waschtisch nicht ganz 1,50 x 1,50 m erreicht, sondern zum Beispiel nur 1,50 x 1,40 m, ist das auch in Ordnung. Wichtig ist eine freie Fahrfläche von etwa 90 cm neben der Toilette zum Umsetzen vom Rollstuhl auf das Klo.

Informationen zum Investitionszuschuss habe ich hier in einem kleinen Beitrag zusammengefasst: Programm 455 Altersgerecht Umbauen

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für Hilfsmittel wie Duschstühle, Haltegriffe oder Wannenlifter. Die Hilfsmittel müssen vom Arzt verschrieben werden und die Kostenübernahme muss vor dem Kaufbei der Krankenkasse eingereicht werden.

Soll das Badezimmer für einen Behinderten eingerichtet werden, der zwar laufen kann, aber mit sonstigen Handicaps zu kämpfen hat, sieht es wieder anders aus. Da braucht es dann vielleicht einen Rufknopf neben der Toilette oder spezielle Haltegriffe.

Wir haben an anderer Stelle bereits geschrieben, dass es im barrierefreien Badezimmer genügend Bewegungsflächen für Rollstuhlfahrer benötigt – konkret 1,50 x 1,50 m in der Dusche sowie vor dem Waschtisch und der Toilette. Dazu braucht es noch eine Tür, die mindestens 90 cm breit ist. Das alles lässt sich in einem kleinen Bad nur schwer realisieren.

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Auch in Mannheim gibt es ein Städtisches Förderprogramm zur Schaffung von behindertengerechtem Wohnraum. Die Stadt bezuschusst 10% der förderfähigen Kosten von mindestens 2500 €. Der Zuschuss ist einkommensunabhängig. Das Merkblatt der Stadt Mannheim findet ihr hier.

Haltegriffe sind zum Festhalten, Stützgriffe zum Umgreifen mit der Hand vorgesehen. Letztere müssen das Körpergewicht tragen. Sie müssen daher fest mit Schrauben und Dübeln im Baukörper verankert sein.

Von der Pflegekasse wird bei der entsprechenden Pflegestufe ein Zuschuss von bis zu 4.000 Euro gewährt. Und zwar unter anderem für folgende Projekte:

Licht ist ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht, Unfälle im barrierefreien Bad zu vermeiden. Eine ungleichmäßige Ausleuchtung kann gerade bei älteren Menschen mit schlechter Sehleistung zu Unsicherheit und im schlimmsten Fall zu einem Sturz führen. Wichtig ist vor allem, die Bereiche ausreichend zu beleuchten, wo etwas passiert. Wie zum Beispiel Dusche, Waschtisch oder WC, wenn dort ein Umsetzen vom Rollstuhl notwendig wird. Am Waschtisch sind zwei rechts und links vom Spiegel angebrachte Leuchten zu empfehlen. Generell dürfen die Leuchten im barrierefreien Bad nicht blenden. 

Um ein selbstständiges Nutzen der Dusche zu ermöglichen, sind die Bewegungsflächen unbedingt einzuhalten. Sie betragen 150 x 150 Zentimeter bei Rollstuhlfahrern und 120 x 120 Zentimeter bei allen anderen.

Beim Betreten eines barrierefreien Badezimmers müssen längst keine Krankenhausgefühle mehr aufkommen. Das war vor einigen Jahren noch anders. Wer sich edel einrichten möchte, der kann das problemlos tun.

Was wird zum Einrichten des barrierefreien Badezimmers benötigt? Welche Maße sind erforderlich? Welche Förderungsmöglichkeiten gibt es für das behindertengerechte Bad? Eine Antwort auf alle diese Fragen erhalten Sie hier bei Reuter. Wir verraten Ihnen aber nicht nur, auf was es beim Planen und Einrichten ankommt, wir stellen Ihnen zugleich noch die passenden Produkte vor.

Einstiegshilfen für die BadewanneRutschhemmende BodenbelägeEinbau einer barrierefreien DuscheHöhenverstellbares WCHöhenverstellbarer WaschtischZuschüsse von der Krankenkasse

Eine bodengleiche Dusche liegt momentan voll im Trend, nicht nur im behindertengerechten Badezimmer. Wichtig ist vor allem, auf die Maße zu achten, bei Rollstuhlfahrern kommt es zudem auf den Untergrund an. Die Duschwanne oder der geflieste Untergrund müssen rollstuhlbefahrbar sein.

Für das behindertengerechte Bad kommen mehrere Möglichkeiten für Zuschüsse in Frage, die wir näher nachfolgend beschreiben.

Da Rollstühle allerdings ebenso wie Menschen verschieden groß sind, kann davon im Einzelfall schon einmal abgewichen werden. Ist der Waschtisch höhenverstellbar, gibt es sowieso keine Probleme. Dann können zudem andere Nutzer das Waschbecken auf ihre Wunschhöhe einstellen.

Waschbecken benötigen eine Bewegungsfläche von 150 x 150 cm für Rollstuhlfahrer und 120 x 120 cm für Menschen, die zum Beispiel mit dem Rollator unterwegs sind. Auf jeden Fall müssen sie jedoch unterfahrbar sein.

Wenn der Waschtisch unterfahrbar sein muss, kann kein Waschtischunterschrank montiert werden. Es braucht dann Alternativen. Eventuell durch seitlich vom Waschbecken angebrachte Hängeschränke. Das ist jedoch alles eine Frage des Platzes. Sie müssen selbst entscheiden, wie Sie die Badmöbel im Raum am besten verteilen.

Bei einem seniorengerechten Badezimmer reicht es unter Umständen aus, dass die Dusche ebenerdig und groß genug ist, dass im Notfall ein Hocker hineingestellt werden kann. Haltegriffe sollten aber auf jeden Fall eingeplant werden. Zum Beispiel in der Dusche oder in der Badewanne.

Einen echten Komfortgewinn bringen Dusch-WCs – und das nicht nur, weil das Hantieren mit dem Toilettenpapier entfällt. Eine Duschtoilette besitzt eine Wasserdüse, die den Analbereich nach dem Klogang mit warmem Wasser reinigt. Ein Warmluftföhn übernimmt danach die Trocknung.

Das sind allenfalls grobe Richtwerte, denn letztlich kommt es auf die Größe des Benutzers an. Wie beim Waschbecken gilt auch beim WC im barrierefreien Badezimmer, dass es am besten höhenverstellbar ist. Das lässt sich dem Duofix Wand-WC-Element von Geberit problemlos realisieren.

Ein zweiter Beitrag zum Badezimmer geht auf normgerechte Maße für Dusche, Toilette und Waschbecken ein.

Auch die Zuschüsse durch einzelne Stiftungen sind nicht an die Normen für barrierefreies Bauen gebunden, sondern orientieren sich nach dem notwendigen Bedarf. Bei der Auswahl einzelner Stiftungen ist es wichtig darauf zu achten, ob die jeweilige Stiftung die Umbaumaßnahme prinzipiell überhaupt fördert und ob man zum berücksichtigten Personenkreis der jeweiligen Stiftung gehört (z.B. Rollstuhlfahrer oder an MS erkrankt). Stiftungen verlangen in der Regel, dass z.B. eine Beratungsstelle einen Bericht über die Situation verfasst und den Umbau befürwortet. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, dann können Stiftungen großzügige Förderer sein. Tipps zur Stiftungssuche findet ihr in diesem Artikel:

Es gelten Einkommens- und Vermögensgrenzen, die deutlich über den Sozialhilfesätzen liegen. Der Antrag auf Leistungen für Wohnraum wird beim zuständigen überörtlichen Sozialhilfeträger gestellt.  Siehe dazu auch den Beitrag Bundesteilhabegesetz: die wichtigsten Änderungen ab 2017.

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Gut eignen sich außerdem L-förmige Giffe. Sie unterstützen mit dem horizontalen Griffbereich das Hochziehen und mit dem vertikalen Bereich das Festhalten im Stehen.

Praktisch sind Systeme, bei denen die Brausestange gleichzeitig als Halte- und Stützgriff genutzt werden können. Solche Duschhandläufe finden Sie einige hier bei uns im Shop.

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